Sie sind im Iran immer häufiger zu hören: die Klagen Geistlicher über die zunehmende „Sittenlosigkeit“ im Land. In den vergangenen Monaten beschwerten sich iranische Kleriker über leere Moscheen und das Desinteresse der Jugend an der Religion. Einige machen die Regierung dafür verantwortlich. Andere meinen, der Westen verderbe die Jugend. mehr »
Im Iran steigt die Zahl aidsinfizierter Frauen und junger Erwachsener deutlich. Das geht aus einer Studie der medizinischen Universitäten des Landes hervor. Gesundheitsexperten schlagen Alarm. Sie fordern mehr medizinische Versorgung und Aufklärung. mehr »
Dass in der Kleinstadt Meriwan in der iranischen Provinz Kurdistan ein Mann wegen Familienstreitigkeiten dazu verurteilt wurde, als Strafe öffentlich Frauenkleider zu tragen, führte zu phantasievollen Protest- und Solidaritätsaktionen. Einige Männer ließen sich unter dem Motto „Weiblichkeit ist keine Strafe“ selbst in der kurdischen Frauentracht fotografieren und stellten die Bilder ins Netz. mehr »
Im Iran wird der Mangel an Medikamenten zu einem ernsten Problem. Doch statt das Problem zu lösen, sorgen die Verantwortlichen nun durch Streichung von staatlich subventionierten Devisen für die Pharmaindustrie für mehr Not. mehr »
Seit über 70 Tagen befinden sich zwei Gefangene im Iran im Hungerstreik. Die beiden Angehörigen der religiösen Minderheit der Sufis protestieren damit gegen ihre Haftbedingungen. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Markus Löning fordert die iranische Regierung auf, die Unterdrückung religiöser Minderheiten zu beenden. mehr »
Seit einer Woche ist der Iran der völligen Abschottung von der Außenwelt ein Stück näher. Die Behörden blockieren nun auch die meisten VPN-Zugänge. Virtuelle Private Netzwerke dürfen ab jetzt nur noch genutzt werden, wenn sie vorher bei den Behörden angemeldet wurden. Langfristig plant das iranische Kommunikationsministerium, ein eigenes nationales Computer-Netz aufzubauen. Diese allumfassende Kontrolle lässt sich mit der Nervosität vor der bevorstehenden Präsidentschaftswahl allein nicht erklären. Es geht um einen Kulturkampf, bei dem das Private im Mittelpunkt steht. mehr »
Die schmerzhaften Sanktionen, die internationale Isolation und die rasante Talfahrt der iranischen Wirtschaft dauern an. Rationierung und Essengutscheine werden bald den Alltag der Iraner bestimmen. Und als ob das alles nicht genug wäre, tobt vier Monate vor der Präsidentenwahl ein unerbittlicher Machtkampf, der für manche Akteure ein wahrer Überlebenskampf ist.
mehr »
„Pardé“ heißt der Film von Jafar Panahi, der im Februar bei der Berlinale Weltpremiere feierte und den Silbernen Bären für das beste Drehbuch erhielt. Der deutsch-iranische Filmemacher Ali Samadi sieht in dem Film eine persönliche Anklage des Regisseurs gegen die unerträglichen Zustände im Iran. mehr »
Auch wenn der Valentinstag nicht im offiziellen iranischen Kalender steht, wird er von vielen jungen IranerInnen gefeiert. Eine unwillkommene Angelegenheit für den islamischen Staat, der den Valentinstag als „Angriff der westlichen Kultur auf islamische Werte“ ansieht. mehr »
Ein schwankender Devisenkurs und eine hohe Inflation sowie anhaltende Arbeitslosigkeit erschweren das Leben der Iraner. Nun versucht das Parlament den Devisenhandel durch ein neues Gesetz zu kontrollieren. Ayatollahs warnen vor „Unzufriedenheit“ der Bevölkerung. mehr »