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Persönlichkeiten



Professor Ali Ansari

Professor Ali M. Ansari ist einer der weltweit anerkanntesten Iran-Experten. Nach dem BA-und PhD von der University of London, School of Oriental and African Studies (SOAS), wurde er  Professor der Neueren Geschichte des Nahen Ostens an der St. Andrews University in Schottland. Dort ist er auch der Gründer und Leiter des Instituts für Iranistik. Zusätzlich zu seiner doppelten Rolle bei St. Andrews, ist er  Associate Fellow am Chatham House und sitzt im Governing Council des British Institute of Persian Studies (BIPS).

Er hält regelmäßig Vorträge auf Konferenzen und Veranstaltungen zum Iran, wie z.B.  bei der „New America Foundation“ zum Thema „Irans neues Parlament“. Er hat unter andrem für „The Guardian“, „The Independent“ und den „New Statesman“ geschrieben. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Iran unter Ahmadinejad und  The Politics of Managing Change –  Iran, Islam and Democracy.
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Dr. Abdol-Karim Lahidji

Abdol Karim Lahidji ist einer der aktivsten und bekanntesten iranischen Juristen und Menschenrechtsaktivisten. Lahidjis Bemühungen im Bereich der Menschenrechte reichen zurück bis in das Jahr 1958. Zu dieser Zeit besuchte er die juristische Fakultät der Universität von Teheran.  Kurz nach Erhalt der Anwaltslizens, trat Herr Lahidji einer Gruppe von Kollegen bei, um die Progressive Lawyers Group zu etablieren.

Zum Teil ist es auf Lahidjis Bemühungen zurückzuführen, das sich die iranische Regierung 1975 gezwungen sah, den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte zu unterzeichnen und dem Internationalen Roten Kreuz die Besichtigung iranischer Gefängnisse zu gestatten. Trotz der Gefahr für Leib und Leben, verurteilte  Lahidji öffentlich die Hinrichtungen, die  1979 in Folge der Schauprozesse vor den islamischen Revolutionsgerichten ausgesprochen wurden.

Er übernahm die Verteidigung prominenter Persönlichkeiten, denen konterrevolutionäre Aktivitäten zur Last gelegt wurden.  Im März 1982 floh Herr Lahidji über Kurdistan aus dem Iran und emigrierte nach Paris. In Paris gründete er mit einer Gruppe von Exil-Iranern eine neue Organisation, die Liga für die Verteidigung der Menschenrechte in Iran (LDDHI). Ziel der Arbeit ist die Dokumentation der Menschenrechtssituation in der  Islamische Republik und die Sensibilisierung der internationalen Öffentlichkeit für die Situation politischer Dissidenten im Iran. 1984 trat die LDDHI der International Federation for Human Rights (FIDH) bei, und weitete die Aktivitäten und Kampagnen auf ganz Europa und Nordamerika aus. Für die herausragende Dokumentation weltweiter Menschenrechtsproblematiken erhielt Lahidji 1990 eine Auszeichnung von Human Rights Watch. Seit 1998 ist Lahidji Vizepräsident der International Federation for Human Rights.
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Markus Löning

Markus Löning ist der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe. Zu seinen Aufgaben gehört es, die politischen Entwicklungen zu verfolgen und dem Bundesaußenminister Vorschläge zur Gestaltung der deutschen Politik in diesen Bereichen zu machen. Im Rahmen seiner Aufgabenstellung hält der Beauftragte für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe Verbindung zu vielen anderen Institutionen, die auf dem Gebiet der Menschenrechte oder der Humanitären Hilfe tätig sind, wie z.B. andere Ministerien, dem Deutschen Bundestag, politischen wie privaten Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen.

Für die Bundesregierung ist die Beteiligung der Zivilgesellschaft ein wesentliches Element ihrer Menschenrechtspolitik. Markus Löning sieht seine Aufgabe auch darin, eine Schnittstelle zwischen Regierung und Zivilgesellschaft zu bilden. Der Beauftragte unterhält regelmäßige Kontakte zu den Gremien der EU, des Europarats und der VN, die sich mit dem Schutz der Menschenrechte oder mit Fragen der Humanitären Hilfe befassen. Bei den Sitzungen des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen in Genf leitet er die deutsche Delegation.
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Professor Payam Akhavan

Professor Akhavan lehrt und forscht in den Bereichen des internationalen öffentlichen Rechts, Internationales Strafrecht und „Transitional Justice“, mit einem besonderen Interesse an Menschenrechten und Multikulturalismus. Er war zuvor Boulton Senior Fellow am McGill, Distinguished Visiting Professor an der University of Toronto Faculty of Law, und Lehrbeauftragter und Senior Fellow an der Yale Law School und der Yale University Centre for International and Area Studies.

Professor Akhavan war der erste Rechtsberater des Chefanklägers für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda am Internationalen Strafgerichtshofs und spielte eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der grundlegenden Rechtsprechung. Er berät die UN in Fragen des  „Transitional Justice“, erscheint als Verteidiger vor internationalen Gerichten im Namen souveräner Rechtskörper, und sitzt im Board of Directors von Menschenrechts-NGOs, und ist Präsident und Mitbegründer des Iran Human Rights Documentation Center.

In Anerkennung seiner Verdienste um die Förderung der Rechenschaftspflicht für Verletzungen der Menschenrechte wurde er 2005 vom World Economic Forum zum Young Global Leader ernannt.
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Hasan Yousefi Eshkevari

Hojjatoleslam Hasan Yousefi Eshkevari ist ein iranischer Geistlicher, Forscher, Journalist und Reformer. Am 5 August 2000 wurde Eshkevari nach der Rückkehr von der  „Iran nach den Wahlen“-Konferenz in Berlin verhaftet. Er war einer von mehreren prominenten iranischen Intellektuellen, die die Berliner Konferenz besucht und nach ihrer Rückkehr verhaftet und angeklagt wurden. Er absolvierte eine vierjährige Gefängnisstrafe. Vor seiner Verhaftung war Eshkevari der Direktor des renomierten Ali Shariati Forschungszentrums  und Redakteur der Zeitung Iran-e Farda, die im April 2000 verboten wurde.

Eshkevari hat zahlreiche Beiträge für die Große Enzyklopädie des Islam verfasst, und war Redakteur der Enzyklopädie der Schiiten, beide herausgegeben in Teheran. Eshkevari hat sich gegen die Präsidentschaftswahlen 2009, die seiner Meinung manipuliert wurden, ausgesprochen. Vor kurzem hat er ein weltliches Regierungssystem in Iran befürwortet, für die er den ursprünglichen Entwurf der Verfassung von 1979 als Vorlage empfohlen hat.
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Tom Koenigs

Tom Koenigs ist Bundestagsabgeordneter der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Von 1999 bis 2002 war er stellvertretender Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs im Kosovo. Im Rahmen einer Friedenssicherungsmission wurde er 2002 als UN-Sonderbeauftragter nach Guatemala geschickt. 2005 wechselte er als Beauftragter für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe ins Auswärtige Amt der deutschen Bundesregierung. Von Februar 2006 bis 2007 war er Sonderbeauftragter der UN für die United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA).
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Mehrangiz Kar

Mehrangiz Kar ist eine prominente iranische Rechtsanwältin, Menschenrechtsaktivistin und Schriftstellerin. Mehrangiz Kar ist eine der berühmtesten Aktivistinnen in der Geschichte der iranischen Frauenbewegung. Sie war eine aktive, öffentliche Verteidigerin in iranischen Zivil-und Strafgerichten, und hat regelmäßig in mehreren einflussreichen und unabhängigen iranischen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Nach dem Verbot jeglicher öffentlicher Auftritte im Iran, hat Kar internationale Foren als Plattform zur Verteidigung demokratischer, politischer sowie Verfassungs-und Menschenrechte der iranischen Bevölkerung genutzt. Im April 2000, nach ihrer Teilnahme an einem Symposium in Berlin, wurde sie festgenommen und wegen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit der Islamischen Republik Iran“ inhaftiert. Unter dem Druck der Europäischen Union und der Regierung von Holland wurde sie vorübergehend zur Behandlung in den USA freigelassen. Mehangiz Kar war Radcliffe Fellow an der Harvard University und im Studienjahr 2005/06 arbeitete Sie am Carr Center for Human Rights Policy an der Harvard John F. Kennedy School of Government. Von einem internationalen Netzwerk von Universitäten und Hochschulen, die sich dem Schutz akademischer Freiheit und der Menschenrechte von Gelehrten verschrieben haben, wurde Kar als „Scholar at Risk“ anerkannt.

Sie hat zahlreiche internationale Auszeichnungen und Ehrungen erhalten. 2002 erhielt Kar von der US-First Lady, Laura Bush, die Demokratie-Auszeichnung der „National Endowment for Democracy“.
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Omid Nouripour

Omid Nouripour wurde am 18. Juni 1975 in Teheran geboren. Im Alter von dreizehn Jahren kam er mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Deutschland. Seit 2006 ist Nouripour Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit der Bundestagswahl 2009 ist Nouripour sicherheitspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Obmann und Mitglied im Verteidigungsausschuss, stellvertretender Koordinator des Arbeitskreises Internationales und Menschenrechte der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss sowie im Haushaltsausschuss des Bundestages.
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Mana Neyestani

Neyestani ist einer der bekanntesten politischen Karikaturisten Irans. Er wurde 1973 in Teheran geboren und ist Absolvent der Universität von Teheran mit einem MA in Architektur. 1989 begann er seine Karriere als Karikaturist und Illustrator für iranische Publikationen. Er hat für Wirtschafts-, Politik und Kulturmagazine und Zeitungen gearbeitet. Unter anderem zeichnete er für zahlreiche reformorientierte Zeitungen. Neyestani wurde 2006 verhaftet, nachdem einer seiner Karikaturen schwere Unruhen unter der Azerbaidschanischen Minderheit des Landes ausgelöst hatte. Aus Sicherheitsgründen verließ er Iran und lebt heute im Exil.
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Dr. Jamsheed Faroughi

Geboren in Teheran, Iran. Dr. Faroughi hat Volkswirtschaft, Philosophie und Geschichte der Islamwissenschaft in Teheran studiert. Seit 1996 Redakteur bei DW-RADIO/Persisch. Seit 2004 leitet Dr. Faroughi die Iran Abteilung der Deutschen Welle.
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Nooshabeh Amiri

Nooshabeh Amiri ist einer der prominentesten und vielseitigsten iranischen Journalistinnen. Sie wurde in Teheran geboren und hat einen BA in Journalismus und einen MS Abschluss in Soziologie. Amiris Karriere als Journalistin reicht bis in das  Jahr 1960 zurück. Sie war Redakteurin zahlreicher iranischer Print-, Hörfunk- und TV-Medien. Sie arbeitete unter Anderem für Keyhan, Jameh, Toos, Neshat and Bonyan . Sie ist Gründerin und Redakteurin von Rooz (www.roozonline.com).
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Can You Solve This?

Die erfolgreiche digitale Menschenrechtskampagne „Can You Solve This?“ wurde August 2011 in Berlin gestartet und hat sich seitdem in zahlreichen Ländern netztwerkartig verbreitet, so dass es als eine globale Grasswurzelbewegung angesehen werden kann.
Spielerisch nutzt die Kampagne QR-Codes und eine interaktive Website, um über die Verweigerung von Hochschulbildung für junge IranerInnen zu informieren – ein systematisch eingesetztes Werkzeug der Unterdrückung seitens der Iranischen Regierung. Die Teilnehmer werden aufgefordert die systematische Verweigerung von Hochschulbildung als Menschenrechtsverletzung zu kommunizieren und ins Bewusstsein ihrer Regierungsvertreter zu rufen. Seit dem Start im vergangenen August, wurde die Kampagne in 10 weiteren Ländern aufgenommen, über 10.000 Mails wurden an Regierungsvertreter gesandt, und nahezu 100 Medienpublikationen haben darüber berichtet.
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Olaf Böhnke

Olaf Boehnke ist Leiter des Berliner Büros der European Council on Foreign Relations (ECFR). Zuvor war er als Berater für Außwärtige und Europäische Politik im Deutschen Bundestag (2009-2011) tätig. Davor arbeitete er als Senior Program Officer beim Aspen Institute Deutschland (2007-2009). Als Leiter des Middle East Department, leitete drei Konferenzen über die Zivilgesellschaft in Iran, Syrien und Libanon. Von 1999-2006 war er Büroleiter und Senior-Berater für mehrere Mitglieder des Deutschen Bundestages. Herr Boehnke hat auch ein Lehrbeauftrag am Otto-Suhr-Institut für Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin. Er erhielt seinen MA an der Freien Universität, Berlin, wo er Internationale Beziehungen, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre studierte. Olaf Boehnke ist ein Marshall Memorial Fellow (2007) des deutschen Marshall Fund der USA und Aspen Fellow (2005/06) des Aspen Institute Berlin.
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Dr. Gholam Khiabany

Dr. Gholam Khiabany ist  Dozent für „International Communications“ an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der London Metropolitan Universität. Zu seinen Forschungsinteressen gehören Medien und sozialer Wandel und die Beziehung zwischen Kommunikation, Entwicklung und Demokratie mit besonderem Bezug auf den Iran. Er hat zahlreich veröffentlicht, unter anderem Iranian Media: The Paradox of Modernity und Blogistan: The Internet and Politics in Iran.
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Golineh Atai

Golineh Atai, geboren 1974 in Teheran, studierte in Heidelberg und Lille, und hospitierte u.a. bei Radio France, ZDF, Phönix, bei der UNESCO und beim Institut für Kulturaustausch. Seit 2001 ist sie Fernsehjournalistin. Sie arbeitete als ARD-Korrespondentin für die Arabische Welt in Kairo, Redakteurin beim ARD-Morgenmagazin und ist derzeit ARD-Inlandskorrespondentin beim WDR Köln.  Golineh Atai wurde 2007 für den Grimme-Preis in der Kategorie „Information und Kultur“ nominiert. Ihre Filme drehte sie u.a. im Libanon, Syrien, Türkei, Iran, Irak, Sudan, Bahrain, Libyen, Jordanien und Indien.
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Ehsan Norouzi

Ehsan Norouzi hat Technische Informatik in Teheran studiert. Seit der Absolvierung der BBC World Service Trust Journalistenschulung in 2006, arbeitet er als Journalist. Er hat vielfältige Berufserfahrungen, hauptsächlich als Online-Journalist, Übersetzer und Forscher in den Bereichen Internet-Freiheit, Internet Governance und Medienpolitik und Entwicklung.
Für Reporter ohne Grenzen arbeitete er für 6 Monate an der Entwicklung einer Website zur Überwachung der Pressefreiheit und der journalistischen Arbeitsbedingungen in Iran. Zur Zeit arbeitet er als freier Journalist im Rahmen eines Social Media Projektes.
Norouzi leitet unter anderem die AzadCyber Website, die über Internet-Zensur, Einschränkungen der Pressefreiheit und systematische Verletzungen der Meinungsfreiheit in Iran berichtet.
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Ruprecht Polenz

Ruprecht Polenz ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, dem er seit 1994 angehört. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Außen- und Sicherheitspolitik, regional der Nahe und Mittlere Osten, insbesondere Iran, Türkei und der Nahostkonflikt. Die politischen Auswirkungen des Islam verfolgt er über die Region hinaus mit besonderem Interesse.Im Jahre 2000 war Ruprecht Polenz Generalsekretär der CDU Deutschlands. Heute gehört er dem Landesvorstand der CDU-NRW sowie dem Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Außerdem ist er Mitglied im Bundesfachausschuss für Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik der CDU.
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Dieter Bednarz

Bednarz ist langjähriger politischer Redakteur beim SPIEGEL. Regelmäßig reist er in den Iran, kommentiert und berichtet über politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Zwei Mal interviewte er für den SPIEGEL Präsident Ahmadinedjad.
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Christiane Hoffmann

Christiane Hoffmann studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Journalistik in Freiburg, Leningrad und Hamburg. 1994 trat sie als politische Redakteurin in die Nachrichtenredaktion der F.A.Z. ein. Vom Frühjahr 1996 bis Herbst 1999 berichtete sie als Korrespondentin aus Moskau über die Länder der ehemaligen Sowjetunion, danach fünf Jahre lang aus Teheran über Iran und die mittelöstliche Region. In dieser Zeit lebte sie als einzige deutsche Journalistin in Teheran. Sie spricht etwas Persisch und konnte daher einen intensiven Kontakt zur Bevölkerung, zu zivilgesellschaftlichen und politischen Akteuren herstellen.  Nach einer Zeit in der politischen Redaktion der Sonntagszeitung in der Frankfurter Zentrale ist sie seit Sommer 2010 Korrespondentin in der Berliner Hauptstadtredaktion.
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Mehdi Mohseni

Mehdi Mohseni ist iranischer Blogger und Journalist. 2002 hat er seine Tätigkeit als Blogger im Iran begonnen. Nach der Präsidentenwahl im Jahr 2009 hat Mohseni Iran verlassen und lebt seitdem in Deutschland.
Mohseni hat für zahlreiche Print- und Onlinemedien gearbeitet: als Redakteur und später für 18 Monate als Chefredakteur bei „Nedaye Jonub“, als Redakteur bei der führenden Reformzeitung „Etemad“, für die Onlineredaktionen von „Jaras“ und „Kalame“ und dem niederländischen Radiosender „Zamaneh“.
Vor seiner Ausreise war er 2009 für ein Jahr als Chefredakteur bei der Webseite „Ruydadnews“ beschäftigt. Davor leitete er die Webseite „Khuznews“ im Iran.
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Kamran Safiarian

Kamran Safiarian, Journalist und  Politikwissenschaftler, wurde am 19.9.1969 in Teheran (Iran) als Sohn einer deutschen Mutter und eines persischen Vaters geboren. Nach der Islamischen Revolution 1979 in die Bundesrepublik übergesiedelt, studierte er von 1989 bis 1994 Politik, Kommunikationswissenschaft und Sozialpsychologie in München. Seit 1995 arbeitet Safiarian für das ZDF. Er ist Autor zahlreicher Iran-Berichte für das ZDF heute journal. Schwerpunkte seiner Berichterstattung sind die Themen Iran, Islam, Terrorismus und Menschenrechte. 2007 pilgerte Safiarian für das ZDF auf dem Jakobsweg und nach Mekka, daneben reist er regelmäßig in den Iran und ist Autor des gerade erschienenen Buches „Pulverfass Iran – Wohin treibt der Gottesstaat“.
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Mahmood Enayat

Mahmood Enayat ist der Gründer und Geschäftsführer von Small Media, einer gemeinnützigen Organisation in London. Zuvor war er der Iran-Projektleiter bei der BBC World Service Trust. Mahmoods akademische Arbeit befasst sich mit den rechtlichen, politischen, sozialen und psychologischen Implikationen von Internetzensur. Am Oxford Internet Institute der Universität Oxford arbeitet Mahmood Enayat gerade an seiner Dissertation zum Thema staatliche Zensur und Kontrolle des Internet in Iran.
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Pooneh Ghoddoosi

Pooneh Ghoddoosi hat einen BA in Englischer Sprache und Übersetzung aus dem Iran. Sie schloss ihr Nachdiplomstudium in Journalismus und Fotografie an der University of Toronto in Kanada ab. Ghoddoosi begann ihre journalistische Karriere 1990, zum Zeitpunkt des tödlichen Erdbebens in Roudbar, Nordiran. Seitdem hat sie für zahlreiche amerikanische, britische und kanadische Medien wie das Wall Street Journal, New York Times, PBS, USA Today, Daily Telegraph, Business Week, Toronto Star, und der Washington Post geschrieben. Sie arbeitete als Produzentin, Moderatorin und Sprecherin für zahlreiche BBC TV- und Radiosendungen wie „BBC Newsnight“, „World Briefing“ des BBC World Service Radio und BBC World News „The Hub“.

2000 kam sie als Redakteurin und Moderatorin zum BBC Persian Service. Sie trat BBC Persian TV als Moderatorin der interaktiven Sendung „Nobat-e Shoma“ (Sie sind an der Reihe) im Jahr 2008 bei. 2010 leitete Ghoddoosi ein Projekt zur Evaluierung und Förderung der effektiven Nutzung sozialer Netzwerke bei BBC World Service, und half bei der  Entwicklung redaktioneller Richtlinien für den Einsatz sozialer Netzwerke.
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Dr. Fereydoun Khavand

Fereydoun Khavand ist Ökonom, politischer Analyst und Doktor der Rechtswissenschaften. Er wurde 1948 in Shiraz geboren und studierte an der Universität Teheran. Master und Promotion folgten an der René Descartes Universität in Paris. Er doziert an der Fakultät für Rechtswissenschaften der Rene Descartes und ist Professor am Centre d’études diplomatiques et stratégiques (CEDS – Paris). Fereydoun Khavand ist spezialisiert auf internationale Wirtschaftsbeziehungen und hatte unter anderem Lehraufträge an der École des hautes études commerciales (HEC) und der Ecole Supérieure de Gestion (ESG).

Als Ökonom und Iranexperte schreibt und kommentiert er für zahlreiche persischsprachige und ausländische Medien ( Radio France, Radio Farda, Voice of America, BBC). Zu seinen Veröffentlichungen zählen Le nouvel ordre commercial international : du GATT à l’OMC und Dictionnaire des relations internationales.
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Dr. Sohrab Razzaghi

Dr. Razzaghi ist ein prominenter Menschenrechtler und Experte im Bezug auf die iranische Zivilgesellschaft. Er hat an der Universität von Teheran als Politikwissenschaftler promoviert und war Professor an der Allameh Tabatabaei University.

Dr. Razzaghi war Leiter und Mitbegründer der  Iran Civil Society Organization Training and Research Center (ICTRC), als Koneshgaran Davtalab im Iran bekannt. Die 2002 in Iran gegründete gemeinnützige Organisation arbeitete am Aufbau von Kapazitäten in den Bereichen der iranischen Zivilgesellschaft, Demokratieförderung, Menschenrechte und der Stärkung des freien Zugangs zu Informationen. ICTRC wurde im März 2007 illegal von den iranischen Behörden geschlossen. Dr. Razzaghi wurde am 24. Oktober 2007 verhaftet und in der Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses in Teheran festgesetzt.

Nach den Wahlen im Juni 2009 sah er sich auf Grund des erhöhten Sicherheitsrisikos gezwungen das Land zu verlassen. Dr. Razzaghi erhielt ein Stipendium von der Universität von Amsterdam und forscht dort zum Thema Zivilgesellschaft.
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Isabel Schayani

Isabel Schayani studierte Islamwissenschaft, Geschichte und Völkerrecht.
Schayani arbeitete als Redakteurin im ARD-Morgenmagazin, moderierte im Hörfunk (Funkhaus Europa, WDR 5) und schrieb für Faz und SZ. Sie wechselte zu Cosmo-TV, dem migrationspolitischen Magazin im WDR, das sie bis 2006 moderierte. Seit August 2005 arbeitet sie als Redakteurin bei MONITOR und kommentiert die Tagesthemen.
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Farhad Payar

Farhad Payar, in Iran geboren und aufgewachsen, emigrierte 1980 in die Bundesrepublik. 1990 schloss er das Studium der Politikwissenschaften an der FU Berlin ab. Er verfasste seit 1988 mehrere Theaterstücke und Erzählungen in deutscher und persischer Sprache. Farhad Payar arbeitete als freier Journalist für unterschiedliche TV-, Hörfunk- und Printmedien, darunter arte, WDR, DeutschlandRadio, NDR und Deutsche Welle. Seit August 2011 leitet Payar die Online-Redaktion von Transparency for Iran.
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